Lettlands Geburtstag

Sonntag vor 2 Wochen war Lettlands Geburtstag ….soll heißen, Lettlands Unabhängigkeitstagfeiertag. Fernando, Anna und ich wollten daher unbedingt nach Riga, wo sollte man Lettlands Geburtstag schließlich besser feiern können als in der Hauptstadt?!
Wir waren aber bereits am Samstag Morgen nach Riga aufgebrochen, es fand an dem Wochenende nämlich noch das Festival „Erleuchte Riga“ statt und das wollten wir uns unbedingt ansehen. Hinzu kam außerdem noch, dass wir zwar bereits schon drei Mal in Riga gewesen waren, aber nie dazugekommen waren, Riga bei Tageslicht zu besichtigen.

Sonntag vor 2 Wochen war Lettlands Geburtstag ….soll heißen, Lettlands Unabhängigkeitstagfeiertag. Fernando, Anna und ich wollten daher unbedingt nach Riga, wo sollte man Lettlands Geburtstag schließlich besser feiern können als in der Hauptstadt?!
Wir waren aber bereits am Samstag Morgen nach Riga aufgebrochen, es fand an dem Wochenende nämlich noch das Festival „Erleuchte Riga“ statt und das wollten wir uns unbedingt ansehen. Hinzu kam außerdem noch, dass wir zwar bereits schon drei Mal in Riga gewesen waren, aber nie dazugekommen waren, Riga bei Tageslicht zu besichtigen.

Wir sind dann also Samstag Mittag in Riga angekommen und waren etwas fertig von der vier Stündigen Busfahrt, vor allem aber von der „Kleinen“ Party in der Nacht zuvor.

Nachdem wir unsere Sachen in der Wohnung einer Freundin (da haben wir auch übernachtet) verstaut hatten, sind wir durch das bereits erleuchtete Riga (wieder kein Tageslicht :D) geirrt und probierten so viel wie möglich von dem Festival „Erleuchte Riga“ zu sehen.


Abgesehen von einer Fahrt in einem verglasten Aufzug, von dem man einen tollen Ausblick über die in allen Farben leuchtende Stadt hatte, war das aber doch recht enttäuschend, da ich von dem Festival mehr erwartet hatte, als ein paar beleuchtete Denkmäler und die ein oder andere Lichtershow. Hinzu kam noch, dass die Konzerte die in Riga stattfanden entgegen meiner Erwartung von Bands auf der Straße, sondern von Chören in Kirchen aufgeführt wurden und das entsprach nicht ganz Fernandos und meinem Geschmack.


Außerdem war es bitterkalt und nass und so fingen die Füße schon bald an zu frieren, doch zum Glück entdeckten wir bald ein paar Glühwein- und Hot Balsam-Stände.
Bei meinem ersten Glühwein kam bei mir zum ersten Mal in diesem Jahr Weihnachtsstimmung auf.
Allerdings bekam ich auch etwas Sehnsucht nach Deutschland, da mich der Glühwein sofort an die vielen schönen Weihnachtsmarkt Nachmittage nach der Schule erinnerte. Aber diese Gefühle waren schnell vergessen, als wir nach und nach immer mehr der anderen Freiwilligen des On-Arrival trafen und schließlich alle gemeinsam in einem irischen Pub den Abend ausklingen ließen…



Am nächsten Morgen machten wir uns mit kleiner Ansteck-Lettlandflagge an der Brust wieder ins Zentrum auf, um Lettlands Geburtstag gebührend zu feiern. Ich war noch etwas müde, da ich auf Grund meiner Faulheit die Nacht auf dem Boden schlafend verbringen musste (ich hatte keine Lust gehabt die Isomatte den ganzen Weg bis nach Riga mitzuschleppen…;)), doch die beißende Kälte weckte mich dann doch recht schnell auf.


Aus den Fehlern des letzten Tages die richtigen Schlüsse ziehend, hatten wir jedoch alle zwei Paar Socken und zwei Pullover an und waren so einigermaßen gegen die niedrigen Temperaturen und vor allem den Wind und den Schneeregen geschützt.
Zunächst sahen wir uns Lettlands Militärparade an…und waren auch hier etwas enttäuscht…aber kleines Land bedeutet eben auch kleine Parade…;)


Nach dem wir etwas gegessen hatten, trafen sich alle Freiwilligen und ein paar Erasmusstudenten die wir kennengelernt hatten und wir machten uns auf dem Weg zur Rede des lettischen Präsidenten.
Uns viel sofort die ungeheure Zahl an Flaggen und Menschen auf dem Platz vor dem Rednerpult auf und auch wir bekamen dann alle eine kleine Gratis-Flagge.


Ganz anders als an Feiertagen in Deutschland war hier ein enormer Patriotismus zu spüren. Allerdings war es keine negative nationalistische Einstellung, sondern viel mehr ein positiver Nationalismus, der mir auch schon vorher in Lettland aufgefallen ist…die Leute hier sind wirklich sehr stolz auf ihre Traditionen und auch der heidnische Ursprung hat hier eine viel größere Bedeutung als in Deutschland.

Allerdings erlebte ich auch wie schnell so eine Heimatliebe in Feindlichkeit umschlagen kann. Als nämlich einem der anderen Freiwilligen eine Fahne auf den Boden viel und er sie dort einfach liegen ließ, regte sich der Mann hinter ihm enorm auf und drohte ihm wenn er nicht sofort die Flagge wieder aufhebe…das ließ uns etwas nachdenklich werden…

Nach der Rede eilten wir so schnell wie möglich - was bei einer Gruppe von 20 Leuten und vor allem vier Spaniern!!!! Nicht allzu schnell ist;) – zum Fluss Daugava, weil dort das große Feuerwerk stattfinden sollte.

Nachdem wir uns einen einigermaßen guten Platz erkämpft hatten, begann das Spektakel. Ich fand das Feuerwerk sehr schön, die Spanier hingegen waren enorm enttäuscht, da es nur 5min dauerte und bei ihnen 30min Standard sind, aber was solls…;)

Nach dem Feuerwerk trafen wir noch ein paar Erasmusstudenten und fanden schließlich nach langer, langer Suche (finde mal erst eine Bar mit Platz für 25 Leute und dann einen Club der allen gefällt!!) einen Platz um den Lettlands Geburtstag schließlich wirklich zu „feiern“...und nun, zwei Wochen später, kann ich auf ein anstrengendes, aber auch sehr interessanten und lustiges Wochenende in Riga zurückblicken….:)